PLAY Video- & Performance-Festival

PLAY — Video- & Performance-Festival

PLAY — Video- & Performance-Festival


Das Video- und Per­for­mance-Festi­val Play wur­de von den Ver­an­stal­tern Gale­rie amper­sand und CAT Colo­gne 2013 mit der Ziel­set­zung gegrün­det die regio­na­le Video-Kunst­sze­ne mit dem Schwer­punkt Köln/Düsseldorf zu stär­ken und die­ser ein Aus­stel­lungs­fo­rum zu bie­ten. Das Festi­val fin­det als Bien­na­le alle zwei Jah­re unter ver­schie­de­nen Schwer­punkt­set­zun­gen statt.  Der Festi­val­ti­tel „Play“ ver­weist in sei­ner Mehr­fach­be­deu­tung einer­seits auf die Play-Taste der Video-Abspiel­ge­rä­te ande­rer­seits aber auch auf das Thea­ter­stück, wel­ches das genea­lo­gi­sche Bin­de­glied zwi­schen Video- und Per­for­mance­kunst dar­stellt. Zudem ver­steht sich der Festi­val­ti­tel „Play“ auch als Auf­for­de­rung zum Spie­len und somit als gen­re­über­grei­fen­der künst­le­ri­scher Impe­ra­tiv.
Der Schwer­punkt der Künst­ler­aus­wahl liegt auf regio­na­len Posi­tio­nen, die jedoch durch über­re­gio­na­le Posi­tio­nen ergänzt wer­den, sofern über den Künst­ler oder die Arbeit ein Bezug zur Regi­on erkenn­bar wird. Ziel ist es hier­bei die Düs­sel­dor­fer und Köl­ner Video­kunst­sze­ne näher zusam­men­zu­brin­gen und stär­ker zu ver­net­zen.  Das Rhein­land, ins­be­son­de­re Köln und Düs­sel­dorf spiel­ten für die Ent­wick­lung der Video- und auch Per­for­mance-Kunst eine bedeu­ten­de Rol­le. Künst­ler wie Ulri­ke Rosen­bach, Nam June Paik, Mar­cel Oden­bach und Klaus von Bruch waren Anfang der 70er Jah­re in der Regi­on künst­le­risch aktiv und wur­den in Köl­ner und Düs­sel­dor­fer Gale­ri­en aus­ge­stellt. Die enor­me Bedeu­tung des Rhein­lands für die Ent­wick­lung die­ser Kunst­for­men ist außer­halb der Kunst­sze­ne jedoch kaum bekannt. Eine Stär­kung der regio­na­len Video­kunst-Sze­ne soll auch dazu füh­ren, dass Bewusst­sein stär­ker auf die regio­na­le Tra­di­ti­on im Bereich der Ent­wick­lung der Neu­en Medi­en zu len­ken.


Bas Louter | Teflon II

Bas Louter | Teflon ll

Teflon ll


Über die Authen­ti­zi­tät der Ober­flä­che – Vor­hang auf, Schein­wer­fer an.
Der hol­län­di­sche Künst­ler Bas Lou­ter gehört zu den weni­gen sei­nes Metiers, die sich fast aus­schließ­lich mit dem Medi­um der Zeich­nung aus­ein­an­der­set­zen.
In sei­nen über­wie­gend groß­for­ma­ti­gen Arbei­ten insze­niert Lou­ter eine Bild­welt, die dem Betrach­ter zugleich ver­traut als auch fremd erscheint. Der Künst­ler ver­wen­det eine Moti­vik, die auf bestimm­te Her­kunfts­kon­tex­te ver­weist, wobei sich die Refe­renz­ob­jek­te trotz aller Ver­traut­heit nicht ein­deu­tig zu erken­nen geben. Man erkennt bei­spiels­wei­se Gesich­ter, die ver­mut­lich anti­ken Skulp­tu­ren zuzu­ord­nen sind, wobei unklar bleibt, um wen es sich hier­bei genau han­delt. Die Moti­ve eröff­nen weit­schwei­fi­ge Vor­stel­lungs­kon­tex­te, ent­zie­hen sich jedoch einer prä­zi­se­ren Ein­ord­nung und Bedeu­tungs­fest­le­gung. Die Bild­ge­gen­stän­de erschei­nen wie ver­blass­te, sche­men­haf­te Relik­te einer ver­gan­ge­nen Epo­che, die den Weg in das kol­lek­ti­ve iko­no­gra­fi­sche Gedächt­nis unse­rer heu­ti­gen Zeit gefun­den haben. Auch wenn die Bil­der auf den ersten Blick den Reflex der Wie­der­erken­nung aus­lö­sen und Nähe sug­ge­rie­ren, hal­ten sie den Betrach­ter, der sich einen Schritt auf sie zu bewegt glei­cher­ma­ßen auf Distanz. Sobald der Künst­ler Unver­kenn­bar­keit an einer Stel­le her­aus­zeich­net, über­la­gert er die­se an ande­rer Stel­le wie­der durch die Dekon­struk­ti­on jeg­li­cher Indi­vi­dua­li­tät.
Lou­ter läd die Por­traits und Bild­ge­gen­stän­de durch diver­se Insze­nie­rungs­tech­ni­ken auf, zer­stört die Aura des Authen­ti­schen jedoch gleich­zei­tig, indem er bild­ne­ri­sche Signa­le setzt, die auf den Pro­zess kal­ku­lier­ter mecha­ni­scher Pro­duk­ti­on ver­wei­sen. Dem Künst­ler gelingt es in sei­nen Arbei­ten eine Büh­nen­welt zu insze­nie­ren, die ihre eige­nen Pro­duk­ti­ons­be­din­gun­gen stets mit­the­ma­ti­siert und den Pro­zess der Wah­neh­mung und Kon­struk­ti­on visu­el­ler Iden­ti­tä­ten beleuch­tet. Das schein­bar Authen­ti­sche wird wenn man den Vor­hang bei­sei­te zieht und die Schein­wer­fer nur hell genug dreht stets als ein kon­stru­ier­tes Pro­dukt wahr­nehm­bar.

Fal­ko Bür­schin­ger


4D — Kilian Kretschmer | Jens Standke

4D — Kilian Kretschmer | Jens Standke


All In — | Groupshow

All In — Mikheil Chikhaldze | Kilian Kretschmer | Bas Louter | Peter Müller | Sebastian Weggler

Sculptures


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Wiedersehen

Wiedersehen 


Arno Beck | Lukas Glinkowski | Hyojin Jeong | Roland Schmitz | Sebastian Weggler


New talents — Johannes Bendzulla | Bianca Patricia | Ludwig Zeller

New talents — Johannes Bendzulla | Bianca Patrizia | Ludwig Zeller


Interface

Interface — Hyojin Jeong | Lukas Glinkowski | Arno Beck 


Dalli Dalli — Sebastian Weggler

Dalli Dalli | Sebastian Weggler

Dalli Dalli


In sei­nen an anti­ke Dar­stel­lungs­for­men ange­leh­ne­ten Reli­efs setzt sich Seba­sti­an Wegg­ler mit der Glo­ri­fi­zie­rung der eige­nen Künst­ler­per­sön­lich­keit aus­ein­an­der. In heroi­schem Pathos doku­men­tiert er Etap­pen der „eige­nen“ Vita, in der er sich als Erfin­der des Rades sowie als Ent­decker des Feu­ers zu erken­nen gibt oder sich – in beschei­de­ner Demut, umringt von Engeln – Lor­ber­krän­ze auf das Haupt legen lässt. Mit einem an Königs­grä­ber ange­lehn­ten Sar­ko­phag, setzt sich der Künst­ler im Sti­le der Pha­rao­nen ein unauf­fäl­li­ges Denk­mal für den Fal­le sei­nes zukünf­ti­gen Able­bens. Die Reli­efs, die hin­sicht­lich ihrer Mate­ri­al­äs­the­tik an Mar­mor oder Elfen­bein erin­nern, wer­den zunächst in han­dels­üb­li­che Sei­fen­blöcke geschnitzt und dann in Kunst­harz gegos­sen, wel­ches der Ober­fä­che des Ursprungs­ma­te­ri­als nach­emp­fun­den ist. Der Künst­ler erzeugt durch die­ses Ver­fah­ren eine Nach­ah­mung im dop­pel­ten Sin­ne: es ent­ste­hen Imi­ta­tio­nen einer Imi­ta­ti­on. Wegg­ler kehrt hier­bei Duch­amps Prin­zip einer Valo­ri­sie­rung des Pro­fa­nen um. Wäh­rend Duch­amp Objek­ten der Mas­sen­pro­duk­ti­on ihre Gebrauchs­funk­ti­on ent­zieht und sie in den Bereich der Kunst empor­hebt, prä­sen­tiert Wegg­ler sei­ne kunst­ge­schicht­li­chen Zita­te im Gewand einer repro­du­zier­ba­ren Mate­ria­li­tät, die dem Erha­be­nen den Aus­druck des All­täg­li­chen ver­lei­hen.

Fal­ko Bür­schin­ger


Mets la gomme

Mets la gomme — Alexander Föllent | Marc von der Hocht | Roland Schmitz

Sculptures


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Erlegt & zersetzt | Groupshow

Erlegt und zersetzt — Katja Richter | Marco Biermann und Ruben Smulcinzky